Ein neuer Wohntower in Frankfurt

HR-online berichtet über einen neuer Wohntower im Europaviertel.

http://www.hr-online.de/website/rubriken/kultur/index.jsp?rubrik=5986&key=standard_document_51623043&msg=5986

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Sonne

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Die Sonne bricht durch mein Bürofenster herein.

Ernie und Bert dürfen nicht heiraten

Wie der Spiegel heute berichtet, dürfen die langjährigen Lebenspartner Ernie und Bert nicht heiraten – hier die Ganze erschütternde Geschichte:

http://www.spiegel.de/panorama/leute/0,1518,779797,00.html

Blühende Landschaften

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Durch den Regen blühen meine Balkonpflanzen – und auch meine Orchidee verausgabt sich.

Der Hund meiner Eltern

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Gedanken zum 20. Juli

An diesem verregneten und trüben Tag jährt sich dieses Jaht zum 67. Mal das Hitler-Attentat vom 20.07.1944.

In Deuschland wird der Opfer des NS-Zeit in den meisten Jahren am 08. Mai, dem Tag der Befreiung, gedacht. Der 20. Juli tritt meist öffentlich nur zu runden Jahrestagen in Erscheinung. Ich finde das zwar verständlich, aber auch etwas schade. Denn die Erinnerung an diesen Tag sollte mehr sein als ein öffentlicher Kranzabwurf alle 5 Jahre.

Die Männer, die am 20. Juli 44 versuchten, Hitler zu töten, waren Helden und Patrionen, als sie Ihre Tat planten und durchführten. Sie wussten das sie selbst und Ihre Familien ein Scheitern nicht überleben würden – und sind trotzdem nicht vor dem Versuch zurück geschreckt.

Stauffenberg und Co. haben den Mut gehabt, aufzustehen und sich für ein anderes Deutschland als das von Hitler geschaffene einzusetzen – allerdings wissen wir nicht, was das für ein Deutschland geworden wäre. Ein Friedensschluß im Sommer 1944 hätte aber mit Sicherheit die Welt, wie wir sie heute kennen, nicht entstehen lassen.

Es ist aber eine Illusion zu glauben, bei den Männern des 20. Juli hätte es sich um lupenreine Demokraten gehandelt. Die meisten von Ihnen Mitlitärs, hatten die meisten die NS-Machtergreifung befürwortet und aktiv unterstützt.  Wie wohl den meisten Deutschen damals ist Ihnen erst später aufgegangen, was passierte. Und Sie haben, entgegen der Masse, die schwieg und weiter den Arm hob, die Konsequenz gezogen und den Versuch unternommen, das System – Hitler – zu beseitigen.

Nicht viele hatten 1933 den Weitblick eines Max Libermann, der den Fackelzug der Nazis durch das Brandenburger Tor zur Machtergreifung mit dem berühmten Satz „Ich kann gar nicht soviel fressen, wie ich kotzen möchte“, kommentierte. Auch nicht die Männer des 20. Juli. Aber als es ihnen klar wurde, was passierte, da handelten Sie – spät und am Ende zu unentschlossen, aber sie bleiben nicht stumm. Das ist ihr historischer Verdienst.

Germany, oh Germany von Simon Winder

Als ich dieses Buch in die Hand nahm, fand ich die Idee sehr reizvoll: Deutsche Geschichte, erzählt von einem Briten. Gekauft – und ich wurde nocht enttäuscht.

Simon Winder hat mit vielen Historikern gearbeitet, und seinem Buch merkt man seine Bessesenheit für die Geschichte auf jeder Seite an. 2000 Jahre deutscher Geschichte durchstreift er staunend, stirnrunzelnd und mit britischer Gelassenheit. Dabei beweist er einrn tollen Blick auf das menschliche hinter den Epen und Dramen – immer wieder fragt er sich, wie diese und jene Handlung wohl auf die Menschen jener Zeit gewirkt haben muss.

Natürlich ist es besonders reizvoll, als Deutscher diesen Blick „von außen“ in die eigene Geschichte nach zu vollziehen. Mehrfach habe ich mich dabei ertappt, wie ich stirnrunzeld seine Kommentare bemängelte – um meist kurz darauf seiner Meinung zu sein. Man tritt sozusagen mit dem Autor in einrn Dialog – und genau das ist spannend.

Als Kritikpunkt möchte ich anmerken, das das Buch keider auch einen Haken hat, der wohl mit der britischen Obsession für den zweiten Weltkrieg zu tun hat: An vielen Stellen bezieht sich der Autor auf die Folgen historischer Abläufe für die deutschen Katastropen des 20. Jahrhunderts – was manchmal etwas oberlehrerhaft wirkt.

Davon abgesehen aber ein äußerst interessantes Buch.

Eine Leseempfehlung!

ISBN 978-3-499-626647

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