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Germany, oh Germany von Simon Winder

Als ich dieses Buch in die Hand nahm, fand ich die Idee sehr reizvoll: Deutsche Geschichte, erzählt von einem Briten. Gekauft – und ich wurde nocht enttäuscht.

Simon Winder hat mit vielen Historikern gearbeitet, und seinem Buch merkt man seine Bessesenheit für die Geschichte auf jeder Seite an. 2000 Jahre deutscher Geschichte durchstreift er staunend, stirnrunzelnd und mit britischer Gelassenheit. Dabei beweist er einrn tollen Blick auf das menschliche hinter den Epen und Dramen – immer wieder fragt er sich, wie diese und jene Handlung wohl auf die Menschen jener Zeit gewirkt haben muss.

Natürlich ist es besonders reizvoll, als Deutscher diesen Blick „von außen“ in die eigene Geschichte nach zu vollziehen. Mehrfach habe ich mich dabei ertappt, wie ich stirnrunzeld seine Kommentare bemängelte – um meist kurz darauf seiner Meinung zu sein. Man tritt sozusagen mit dem Autor in einrn Dialog – und genau das ist spannend.

Als Kritikpunkt möchte ich anmerken, das das Buch keider auch einen Haken hat, der wohl mit der britischen Obsession für den zweiten Weltkrieg zu tun hat: An vielen Stellen bezieht sich der Autor auf die Folgen historischer Abläufe für die deutschen Katastropen des 20. Jahrhunderts – was manchmal etwas oberlehrerhaft wirkt.

Davon abgesehen aber ein äußerst interessantes Buch.

Eine Leseempfehlung!

ISBN 978-3-499-626647

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